Am Freitag Morgen, den 18. Juni, ging es bereits um 07.00 Uhr mit Auto und Bus nach Bad Staffelstein in Bayern. Gegen 17.00 Uhr kamen wir endlich an und nach dem Einchecken ins Hotel ging es zur Waage.
Samstags hieß es, wie bei allen Wettkämpfen, früh raus. Nach dem Einmarsch der einzelnen Bundesländer musste ich jedoch noch bis in den Abend warten, bis ich endlich kämpfen konnte, um den Titel der Deutschen Meisterin von 2009 zu verteidigen.
In meinem ersten Kampf traf ich auf die Hamburgerin Janika Behn, die ich bereits von der GEM-Nord kannte. Meine zweite Begegnung hatte ich mit Jessica Fleischer aus Bayern, die mir bis dahin unbekannt war. Nach dem Sieg gegen beide Kämpferinnen hieß es Finale.
Das Finale hatte ich nun gegen Nicole Graf aus Bayern. Nach drei Minuten konnte ich den Kampf für mich gewinnen.
Das Ziel, meinen Titel vom letzten Jahr zu verteidigen, war damit erreicht.
Am Sonntag ging es dann nach der Siegerehrung, der U-18 Starter, zurück Richtung Niedersachsen. Nach einer langen Fahrt ging der Tag endlich gegen 03.30 Uhr zu Ende.
Am 14. Mai ging es nach Bremerhaven, da bereits wie üblich am Vorabend des Wettkampftages das Wiegen war. Das Gewicht passte und nach der Waage ging es auch schon ins Hotel.
Am nächsten Tag begannen die Kämpfe um ca. 10.30 Uhr. Gegen 11.30 Uhr wurde dann meine Gewichtsklasse aufgerufen. Ich gewann alle Kämpfe und war bereits gegen 12.15 Uhr mit allem durch.
Der Titel der Norddeutschen Meisterin war mir sicher.
Jetzt hatte ich Zeit anderen Sportlern bei ihren Kämpfen zuzuschauen, anzufeuern und zu coachen.
Ab ungefähr 19 Uhr waren alle Kämpfe des Tages beendet und kurz darauf wurde mit der Siegererhrung begonnen.
Der Ausrichter hatte sich etwas besonderes einfallen lassen.Neben den üblichen Medaillien/Pokalen wurden sieben gestiftete Bronzegüsse verliehen. Unter anderem für den/die beste/n Techniker/in und den fairsten Wettkämpfer.
Dieser Fairness Preis wurde mir verliehen.
Guter Start in die neue Wettkampf Saison.
Am Wochenende konnte ich mir in Neustadt am Rübenberge den Titel der Landesmeisterin sichern. Zudem wurde ich am Ende des Tages als beste Technikerin des Turniers ausgezeichnet.
Alles hat leider mal ein Ende. So auch mein Urlaub auf Borkum. Doch ich blicke auf zwei schöne Wochen zurück.
Dank des TuS Borkum hatte ich auch auf Borkum die Möglichkeit, neben des Lauftrainings, auch Techniktraining zu machen. Dieses Training ermöglichte mir auch im Urlaub die Vorbereitung für die kommende LEM fortzusetzen. Von hier aus noch mal ein herzliches Dankeschön!
Die Osterferien werde ich zum größten Teil auf der Nordseeinsel Borkum verbringen. Hier bereite ich mich auf die Landeseinzelmeisterschaft vor. Für mich wird die LEM der Start in die Wettkampfsaison 2010 sein.
Trotz des Schneechaos ging es am 30.01.2010 nach Kassel zum ersten Bundeskaderlehrgang in diesem Jahr.
Es war fast der gesamte Bundeskader anwesend, um gemeinsam zu trainieren. Nur wenige fehlten verletzungsbedingt oder auf Grund des schlechten Wetters.
Das Jahr ging für mich schon mal gut los. Durch meinen neuen Sponsor "Optikhaus Frohnau" habe ich wieder den vollen Durchblick.
Vielen Dank an den Inhaber Herrn Dietzler.
Weihachten und Jahreswechsel stehen kurz vor der Tür und das heißt für mich erstmal Regeneration und Entspannung, um Kraft für das neue Jahr zu tanken.
Ich wünsche Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010!
Als kleines "Sahnehäubchen" zum Jahresabschluss habe ich an der Kyu-Prüfung in Oldenburg teilgenommen. Hier legte ich, nach jahrelanger Prüfungspause, meine Prüfung zum 1. Kyu ab.
Am 05. Dezember fand in Oldenburg das 13. X-Mas Turnier statt. Allerdings trat ich nicht als Kämpfer an, sondern half bei der Organisation. Dies hat mir mal einen ganz anderen Blick auf so ein Turnier ermöglicht.
Am Beginn des Wettkampfes gab es eine Begrüßung und damit verbunden eine Ehrung für mich. Bei dieser Ehrung wurde mir die NJJV-Leistungsnadel in Gold verliehen.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für diese besondere Auszeichnung.
Die letzte Hürde vor dem eigentlichen Wettkampf war die Waage. Am Samstag musste ich nach 6 Wochen strengster Diät noch ein letztes Mal genau darauf achten wie viel ich esse und trinke. Sonntag Morgen ging es dann um 7.00 Uhr auf die Waage...die genau 54,4 kg anzeigte. Nach diesem ersten Erfolg ging es zum lang ersehnten Frühstück, wobei ich vor Aufregung nur etwas Müsli essen konnte.
Um 8.00 Uhr war Abfahrt zur Olympic Wrestling Arena, in der 2004 die Olyimpischenspiele im Judo stattfanden. Kaum dort angekommen, ging es zum Physiotherapeuten des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes.
Bei ihm ließ ich mir meinen Fuß und meinen gebrochenen Zeh tapen. Kaum fertig, musste ich mich bereits aufwärmen, weil meine Gewichtsklasse die erste auf Matte 2 war.
Meinen ersten Kampf gegen Nastenko aus Russland verlor ich leider. Damit war die Chance auf WM-Gold geplatzt und es hieß für mich ab in die Trostrunde, um mir dort noch meinen Traum von einem Platz auf dem Treppchen zu erkämpfen.
Mit meinem Ziel vor Augen ging es dann in den zweiten Kampf gegen die Russin Skachkova. Diesen Kampf gewann ich deutlich mit 13:3.
Als nächstes musste ich gegen Dahan aus Israel kämpfen. Nach einem Ko-Uchi-Maki-Komi und einem Ippon in Part 3 fehlte mir nach 22 Sekunden Kampfzeit nur noch ein Ippon in Part 1. Diesen Ippon
konnte ich mit einem Ura-Mawashi-Geri erzielen und somit gewann ich den Kampf nach 27 Sekunden mit Full-Ippon.
Auch gegen Kotzampouzouki gelang mir nach einer Verlängerung der Full-Ippon Sieg.
Nach diesem Kampf stand ich nun also im "Kleinen Finale". In dem letzten Kampf ging es noch mal um alles oder nichts. Werde ich mit Bronze um den Hals nach Hause fahren oder "nur" mit neuen
Erfahrungen und tollen Erinnerungen an die Zeit vor und während dem Wettkampf?
In diesem letzten Kampf musste ich noch mal, wie bereits in meinem ersten Kampf, gegen Nastenko ran. Doch diesmal war ich taktisch besser eingestellt und konnte den Kampf mit 19:5 klar für mich
entscheiden.
Nach dem Kampf konnte ich es kaum glauben. Es war geschafft. Ich habe die letzten Monate auf vieles verzichten müssen. Ich musste durch kleinere und größere Verletzungen auch Rückschläge einstecken. Ich habe sehr viele Stunden beim Ju-Jutsu und Judo Training, beim Laufen, im Kraftraum usw. verbracht und auch in einigen Trainingslagern so manchen Gi vollgeschwitzt. Oft war es nicht leicht sich immer wieder neu zu motivieren, gerade wenn etwas mal nicht so geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt habe. Doch jede Trainingseinheit, jeder Wiederholung einer Technik, jeder Tropfen Schweiß hat sich gelohnt. Ich habe mir ein Ziel gesetzt, daran gearbeitet und dieses dann auch erreicht. Und wie sagt man so schön: "Je mühsamer ein Weg war, desto schöner ist das Gefühl, am Ziel zu sein."
Morgen geht es nach 11 Monaten harter Vorbereitung endlich los. Zunächst geht es mit dem Auto nach Hamburg, von dort aus mit dem Flugzeug über Frankfurt nach Athen. In Athen werde ich mit dem
Deutschen Bundeskader und allen anderen Nationen in einem Hotel, das speziell für die Teilnehmer der JWM reserviert wurde, übernachten.
Mein großer Tag, an dem ich mein persönliches Ziel von einem Platz auf dem Treppchen erreichen will, wird Sonntag, der 29. November 2009 sein.
Am Montag wird es dann wieder zurück nach Hause und in den damit verbundenen Schulalltag gehen.
Das letzte Trainingslager in Zeitz ist beendet und am Dienstag ging es dann zum letzten Wettkampftraining vor der JWM. Doch es kam wie es kommen musste. Nach ca. 40 Minuten Training verletzte ich
mich am Zeh. Das Training musste leider an diesem Punkt beendet werden.
Am nächsten Tag ging ich auf Grund der anhaltenden Schmerzen zum Arzt, der feststellte, dass der Zeh gebrochen ist. Doch auch davon werde ich mich nicht abhalten lassen und so wird es dann wohl
heißen, dass ich mit gebrochenem Zeh zur JWM fahren werde.
Auf dem Weg zur Junioren Weltmeisterschaft warten noch zwei Trainingslager in Rastatt (Baden-Württemberg) und Zeitz (Sachsen-Anhalt) auf mich.
Hier treffen sich nochmal alle nominierten Athleten um sich intensiv auf die kommende JWM vorzubereiten.
Ohne die großzügige Unterstützung des Niedersächsischen Ju-Jutsu Verbandes hätte ich diesen Weg nicht gehen können.
Auf diesem Wege vielen Dank den Verantwortlichen !!!
Auf Grund einer erneuten Bänderüberdehnung vom bereits angeschlagenen Fuß war die Teilnahme an den German Open dieses Jahr leider nicht möglich.
Deshalb werde ich erst in Athen auf die internationalen Gegner in meiner neuen Gewichts- und Altersklasse treffen.
Am 12. September fand in Nienburg (Niedersachsen) der zweite Bundeskaderlehrgang-Nord dieses Jahres statt.
Voller Motivation ging es in den letzten Lehrgang vor den German Open. Doch schon beim Aufwärmen bin ich so unglücklich umgeknickt, dass ich zunächst mit dem Training aufhören musste. Nach einer kurzen Pause, in der ich den Fuß gekühlt und getapet hatte, probierte ich wieder mit zu trainieren, was aber leider nicht möglich war.
So blieb mir nichts anderes übrig als nach dem Mittagessen, mit einer ebenfalls verletzten Kaderkollegin, den Kraftraum aufzusuchen um wenigstens dort etwas trainieren zu können.
Am Abend ging es dann mit einer ordentlichen Bänderdehnung zurück nach Hause.
Nach einer Regenerationsphase auf Borkum und dem Internationalen Wettkampf Camp in Bad Blankenburg geht es jetzt wieder mit neuer Energie und Motivation auf den nächsten Wettkampf zu. Wie jedes Jahr finden Anfang Oktober die German Open in Hanau statt. Auf diesem Wettkampf liegt es noch mal in meiner Hand mich für die kommende Junioren Weltmeisterschaft, die Ende November in Griechenland stattfindet, zu empfehlen.
Endlich Ferien !
Nach der Deutschen Meisterschaft heißt es nun endlich Sommerferien. Diese werde ich zu einem großen Teil auf Borkum verbringen. Hier habe ich die Möglichkeit die erste Jahreshälfte zu verarbeiten und mich auf das zweite Halbjahr vorzubereiten.